Ernte-Kalender

Aus geschmacklicher, gesundheitlicher und ökologischer Sicht lohnt es sich sein Essen an den Jahreszeiten und Regionen auszurichten. In den folgenden Tabellen finden Sie daher die Erntezeiten der wichtigsten deutschen Obst- und Gemüsesorten:

Obst regionale Erntezeit Anbau
Erdbeeren Mai – Juli Freiland
Heidelbeere/

Blaubeere

Juni – September Freiland
Himbeere Mitte Juni – August Freiland
Johannisbeere/

Stachelbeere

Mitte Juni – August Freiland
Kirsche Juni – September Freiland
Äpfel August – Anfang November Freiland
Birne August – Anfang November Freiland
Pflaume/

Mirabelle

Juli – August Freiland
Zwetschke Ende Juli – Oktober Freiland
Brombeere Ende Juli – Oktober Freiland

Desweiteren:

Gemüse regionale Erntezeit Anbau
Bohne Mitte Juli – Oktober Freiland
Erbse Juni – September Freiland
Blattsalate Mai – Oktober Freiland
Feldsalat September – April Freiland
Chicorée Oktober – April Gewächshaus
Rucola Juni – Oktober Freiland
Spinat Mitte Juni – August Freiland
Aubergine Mitte Juni – August Freiland
Gurke Mitte Juni – September Freiland
Kürbis Juli – November Freiland
Paprika Juni – Oktober Gewächshaus
Tomate Mai – Oktober Gewächshaus
Zucchini Ende Mai – September Freiland
Blumekohl Ende Mai – November Freiland
Chinakohl Juni – Ende November Freiland
Grünkohl November – März Freiland
Kohlrabi Ende Mai – Oktober Freiland
Rosenkohl Ende September – März Freiland
Wirsing Juni – Februar Freiland
Weisskohl Juni – November Freiland
Rhabarber Mai – Juni Freiland
Spargel Ende April – Juni Freiland
Fenchel Juni – November Freiland
Kartoffel Ende Juni – Oktober Freiland
Möhre Ende Juni – Oktober Freiland
Radieschen Mai – Oktober Freiland
Zwiebel Juli – Oktober Freiland
Poree/Lauch Juli – Dezember Freiland
Frühlingszwiebel Mai – Oktober Freiland

Viele Gemüse- und Obstsorten werden daneben aber auch in Gewächshäusern angebaut um frische Produkte über einen längeren Zeitraum anbieten zu könne.

Slowfood – was ist das?

Das ist es nicht:

Weiß man in einem fremden Land nicht so recht wohin wenn man gerade hungrig ist, dann suchen viele Menschen schnell nach der nächsten internationalen Fastfood-Kette. Burger und Pommes Frites schmecken rund um den Globus gleich. Ein jeder weiß was ihn erwartet. Seit Jahren macht drängt sich der Fastfood mehr und mehr in das alltägliche Leben. Sobald der Mensch Hunger hat, muss es schnell gehen und deftig muss es am besten sein. Was liegt da näher als in den nächsten Imbiss zu rennen und es sich beim „schnellen Essen“ gut gehen zu lassen. Schmecken tut das ganze ja auch. Und was schmeckt muss doch auch gesund sein…

NEIN, viele Glutamate, viele Geschmacksverstärker, viele Farbstoffe, viel Zucker, viel Zuckerersatz, viel Fett, viele Kohlehydrate dafür aber wenig Ballaststoffe, wenig Vitamine und noch viel weniger Natürlichkeit. Gesund ist das nicht. Das wissen wir heute. Fastfood macht nicht nur träge und auf die lange Sicht dick, man verliert auch den Geschmack für natürliche Aromen und  kann an Mangelerscheinungen leiden oder sogar krank werden.

Aber das:

Slowfood ist ein Trend der sich dem Fastfood entgegensetzt. Die Slow Food Bewegung stammt ursprünglich aus Italien. Ziel ist es natürliche, regionale sowie saisonale Produkte als Lebensmittel zu verwenden. Das Essen soll möglichst auf traditionelle Weise zubereitet werden. Wichtig ist es außerdem sich Zeit für das Mahl zu nehmen und sein Essen bewusst zu genießen. Viele Regionen haben landes- oder regionstypische Spezialitäten. Diese zu kennen und regelmässig zu genießen, hilft laut Slowfood Menschen an ihre Region zu binden. Ebenfalls Bestandteil der Theorie ist die Aufnahme von saisonalen Lebensmitteln. Kohl, Wirsing und Lauch im Winter, Spargel, Tomaten,  Feldsalat oder Rhabarber im Frühling, im Sommer gibts es typischer Weise Kirschen, Gurken, Spinat oder Beeren und der Herbst wartet schliesslich mit Äpfeln, Birnen, Möhren oder Broccoli. Ernährt man sich bewusst nach den Produkten, die typisch für die jeweilige Jahreszeit und Region sind, unterstützt man nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern ernährt sich auch gesunder. Grund dafür sind die frisch geernteten Produkte und die kürzeren Lieferwege. Obst und Gemüse sind so frischer und haben noch mehr Vitamine in sich. Um diese Lebensmittel möglichst frische zu bekommen, kauft man am besten auf dem Wochenmarkt oder im Bauernladen ein. Hier sind Möhren, Äpfel und Co. oftmals erst seit wenigen Stunden geerntet und das schmeckt man auch. Darüberhinaus gibt es mehr und mehr Bio-Supermärkte in denen die passenden Produkte auch zwischendurch erworben werden können. Eine schöne Möglichkeit sich mit frischem Gemüse und Obst zu versorgen ist auch der heimische Anbau. Ein kleines Gemüsebeet im eigenen Garten oder ein Obstbaum verschönern das Gartenbild und helfen sich mit den Erntezeiten vertraut zu machen. Und ein weiterer Vorteil kann durch die Beherzigung solcher Slow-Food-Regeln erlangt werden. Man weiss woher die eigenen Speisen kommen und kann oftmals verhindern stark gespritztes und behandeltes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, denn kommt die Ware aus dem Ausland gelten dort oft andere Lebensmittelstandards als in Deutschland. Im schlimmsten Fall erhält kann man ansonsten sogar genmanipuliertes Gemüse erhalten und das nun wirklich nicht im Sinne einer gesunden Ernährung nach Slowfood-Vorstellung. Aber es gibt auch noch weitere Vorteile. Während Fast Food überall auf der Welt den gleichen Geschmack hat, ist das bei Slow Food eben nicht der Fall. Die geschmackliche Vielfalt regionaler Spezialitäten und ihre Tradition gilt es aufrecht zu erhalten. Daneben spielt auch der Anbau von Gemüse und Obst eine wichtige Rolle in der Slowfood-Philosopie. Die Produktion muss mit der Umwelt vereinbar sein – ökologische, nachhaltige aber auch ethische Gesichtspunkte spielen eine Rolle. Ethische Gründe kommen insbesondere in der Fleischproduktion zum Tragen. Eier von freilaufenden Hühnern, Fleisch vom Bio-Bauern, gesund und natürlich ernährten Tieren. Zu den regionalen Spezialitäten gehören zudem auch verschiedene Bier- und Weinsorten. So sind beispielsweise in Deutschland besonders die Regionen  Rheinland-Pfalz und Rheinhessen als Weinanbaugebiete bekannt. Aber auch die Gegenden um die Hessische Bergstraße oder die Mosel bauen Wein an.